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Die Goldene Feder 2008 Preisträger |
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Henning Mankell
Über drei Dutzend Romane und Kinderbücher, darunter die berühmte Kriminal-Reihe um den schwermütigen Kommissar Wallander, machen den gebürtigen Schweden Henning Mankell zu einem der meistgelesenen skandinavischen Autoren. Auch sein neuestes Werk, „Der Chinese“, schließt unmittelbar an seine bisherigen Erfolge an.
2001 gründete der Schriftsteller den Verlag „Leopard förlag“, um talentierten Nachwuchsautoren ein Forum zu geben. Mankell lebt abwechselnd in Schweden und Mosambik, wo er einen engagierten Kampf gegen Armut und Aids führt. Mit dem Aufbau eines professionellen Theaters in Mosambik und der Förderung junger Talente durch seinen Verlag leistet er darüber hinaus mit Herzblut kulturelle Pionierarbeit.
Dank seines unermüdlichen Einsatzes für den Schwarzen Kontinent wurde der 60-Jährige 2005 von Bundespräsident Horst Köhler in die Expertenrunde der Initiative „Partnerschaft mit Afrika“ berufen. Auch Mankells schriftstellerisches Werk ist von seinen afrikanischen Erfahrungen geprägt. Sind die Helden in seinen Romanen nach eigenen Aussagen nie perfekt, so ist er selbst einer der großen Helden unserer Zeit.
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Doris Dörrie
„Männer“, „Bin ich schön?“, „Nackt“ – sie ist eine der bekanntesten und erfolgreichsten deutschen Regisseurinnen. Ihre Filme sind kulturell und moralisch anspruchsvoll und unterhalten ein breites Publikum. Gerade feiert Doris Dörrie mit ihrem neuesten Film „Kirschblüten-Hanami“ einen weiteren Kinoerfolg und nahm erstmals an der Berlinale teil.
Auch als Autorin und Produzentin hat sie sich einen Namen gemacht und war 1989 Mitbegründerin der Cobra Filmproduktions GmbH. Nach einem Aufenthalt in den USA begann sie in München ihr Studium an der Hochschule für Fernsehen und Film. 1997 wurde sie selbst Professorin für angewandte Dramaturgie und Stoffentwicklung.
Auch Hollywood erkannte ihr Talent und umwarb die vielfach ausgezeichnete Filmemacherin. Doch Hollywood, sagt sie, sei nicht ihre Welt, Japan schon eher. Begeistert von der Naturkulisse des Inselstaates nutzte sie diese bereits mehrfach als Schauplatz für ihre Dreharbeiten. Auch privat zieht es sie ins Land der aufgehenden Sonne. Der Anblick des Fuji bei Sonnenschein habe für sie etwas Magisches, genau wie die Kirschblüte, die jedes Jahr Lebendigkeit und Neuanfang signalisiert.
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Anja Niedringhaus
Anja Niedringhaus ist die erste deutsche Fotografin, die für ihre Bilder des Irak-Krieges mit dem amerikanischen Pulitzerpreis ausgezeichnet wurde. Die eindrucksvolle Karriere der Fotografin begann in einer Lokalredaktion in Höxter. Schon früh räumte die heute 43-Jährige davon, die Welt zu bereisen und ihre Erlebnisse anhand von Bildern zu dokumentieren.
Seither besucht sie die Krisengebiete dieser Welt und zeichnet mit ihren Fotos in der internationalen Presse das wahre Gesicht des Krieges. Dabei ist nicht die fordere Front ihr Hauptmotiv. Viel mehr interessiert sie sich für die Menschen im Hinterland, wo der Krieg ebenso tiefe Spuren hinterlässt. Ungeachtet ihrer Dramatik sind diese Kriegsbildnisse stets mehr als eindimensionale Abbilder der Wirklichkeit.
Die Arbeiten der studierten Journalistin folgen einem kompositorischen Willen, der über Zeitpunkt, Motiv, Perspektive und Ausschnitt entscheidet. Anja Niedringhaus habe sich, wie sie selbst sagt, für die ehrlichste Sparte des Journalismus entschieden und genau dieser Leitlinie bleibt sie mit ihren beeindruckenden Bildern treu.
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Kostja Ullmann
Ein facettenreicher Jungschauspieler – so lässt sich Kostja Ullman in aller Kürze beschreiben. Man muss sich aber nicht kurz halten, denn Ullmann kann in seinem jungen Leben bereits eine beachtliche Auswahl an Filmen und Schauspielrollen vorweisen.
Im Alter von nur elf Jahren stand Kostja Ullmann in seiner Heimatstadt Hamburg zum ersten Mal auf einer Theaterbühne. Heute zählt der 24-Jährige zu den Shootingstars unter den deutschen Schauspielern. Sein großes Talent beweist er nicht zuletzt durch seine vielfältigen Rollen. Ob im TV oder auf der Kinoleinwand, Ullmann lässt sich in keine Schublade stecken.
Schon in seinem ersten Film „Sommersturm“ überzeugte er in einer Hauptrolle als Heranwachsender, in „Ode an die Freude“ verkörperte er einen Kriegsgefangenen und im DDR-Drama „Das Wunder von Berlin“ spielte er einen Punker, der als NVA-Rekrut eingezogen wird. In der aktuellen NDR-Produktion für das Weihnachtsprogramm der ARD steht er als „Das tapfere Schneiderlein“ vor der Kamera. Wann immer es der Drehplan erlaubt, mischt sich der Fußballfan unter die HSV-Fans im Stadion.
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Armin Mueller-Stahl
Schauspieler, Regisseur, Musiker, Maler und Schriftsteller – Armin Mueller-Stahl ist ein wahres Multitalent. In Ostpreußen geboren, studierte er Violine und Musikwissenschaften, bevor er zur Schauspielerei wechselte und schnell zum gefeierten Charakterdarsteller der DDR aufstieg.
Nach Differenzen mit dem politischen System verließ Mueller-Stahl 1980 die DDR und setzte seine Karriere zunächst in der Bundesrepublik und später in Hollywood fort. Heute lebt Mueller-Stahl in Kalifornien und Schleswig-Holstein. Im Fernseh-Dreiteiler „Die Manns – ein Jahrhundertroman“ übernahm er die Hauptrolle als Thomas Mann. Bis heute wird die Darstellung als die gelungenste seiner Karriere angesehen.
Für seine schauspielerischen Leistungen wurde der heute 77-Jährige mit zahlreichen hochkarätigen Auszeichnungen, darunter der Grimme-Preis und eine Oscar-Nominierung, geehrt. „Armin Mueller-Stahl ist genauso, wie man ihn sich vorstellt: Er ist ein spannender, weiser Mensch, bescheiden – eine Vielfachbegabung mit hohem Erzählpotenzial – ein Weltbürger”, sagt einer, der ihn sehr gut kennt, sein Lübecker Galerist und Freund Thomas Gaulin.
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