Die Goldene Feder 2007 Preisträger
   

Charlotte Link

Charlotte Link ist eine der erfolgreichsten Autorinnen der Gegenwart. Jeder kennt ihre Romane, doch kaum einer die Person dahinter, die lieber im Verborgenen bleibt.

Bereits mit 16 Jahren veröffentlichte die Schriftstellerin ihr erstes Buch und bewies ein außergewöhnliches Talent für spannende Unterhaltung. Seither erobert sie mit ihren Romanen die Bestsellerlisten. Immer wieder versteht sie es brillant, unterschiedliche Lebenslinien zu einem dramatischen Handlungsnetz zu verknüpfen.

Allein in Deutschland wurden bislang über neun Millionen Bücher verkauft und zahlreiche ihrer Geschichten für das ZDF verfilmt. Ihr Titel „Am Ende des Schweigens“ war 2004 für den Deutschen Buchpreis nominiert. Mit jedem ihrer Bücher möchte Charlotte Link „richtig gut“ unterhalten. „Ich möchte, dass die Leser das Buch nehmen und nicht mehr aus der Hand legen“, so die 43-Jährige.

In Frankfurt am Main geboren, lebt die Autorin heute in Wiesbaden. Wenn sie nicht gerade an einem neuen Roman schreibt, engagiert sich die Autorin als aktive Tierschützerin.

 

   

Anna Netrebko

„Sie hat alles“, schwärmte der San Francisco Chronicle, „eine Stimme von erstaunlicher Reinheit; Tiefe, Ausdruck und dazu ein schillerndes Charisma, das es unmöglich macht, den Blick von ihr zu wenden.“ Anna Netrebko sorgt für Begeisterungsstürme.

Die Opernsängerin absolvierte ein Gesangsstudium am Konservatorium in St. Petersburg. Ein Gastspiel mit dem Ensemble des Mariinski-Theaters in San Francisco brachte ihr 1995 den internationalen Durchbruch. Seitdem singt die Sopranistin an den größten Opern der Welt. Doch das Herz der gebürtigen Russin schlägt für Wien. Seit August 2006 ist Anna Netrebko auch österreichische Staatsbürgerin.

Ob als Donna Anna in Mozarts „Don Giovanni“, als Gilda in Verdis „Rigoletto“ oder aktuell in Berlin als Manon in Jules Massenets gleichnamiger Oper – die Schönheit mit der samtigen Stimme beeindruckt durch unvergleichliches Timbre. Nicht zuletzt auch mittels zahlreicher CDs, DVDs und Fernsehauftritte bringt sie klassische Musik einem großen Publikum nahe und begeistert ihre Fans in der ganzen Welt.

Vor wenigen Wochen erschien in Deutschland ihr Duett-Album mit dem Startenor Rolando Villazón.

 

   

Hannelore "Loki" Schmidt

Die Gattin des Alt-Bundeskanzlers beeindruckt durch ein Leben voller Kontraste und ihr einzigartiges Engagement. Die Bereitschaft zum Lernen und die Liebe zur Natur prägen Loki Schmidt. Ihr facettenreiches Leben führte an der Seite ihres Mannes Helmut in die Sphären der hohen Politik – und von Hamburg in die weite Welt. Auf zahlreichen Reisen hat sich die ambitionierte Pädagogin, Mutter und ehemalige Kanzlergattin stets als Fürsprecherin des ökologischen Bewusstseins im Pflanzen- und Naturschutz engagiert.

Bereits 1976 rief sie die „Stiftung Naturschutz Hamburg und Stiftung zum Schutze der gefährdeten Pflanzen“ ins Leben. Bis heute ist dieses Engagement ungebrochen und brachte ihr Respekt und zahlreiche Auszeichnungen ein. 1997 veröffentlichte sie das erfolgreiche Grundlagenwerk „Die Botanischen Gärten in Deutschland“,  sechs  Jahre später folgte „Die Blumen des Jahres“.

Auch in Bildungsfragen ist Loki Schmidt, die 29 Jahre lang als Lehrerin tätig war, gefragt und beteiligt sich rege an der aktuellen Bildungsdebatte. „Schule muss mehr sein als die Vermittlung abprüfbaren Wissens“, ist die Pädagogin überzeugt.

 

   

Prof. Shanta Sinha

„Armut muss ein Kind nicht am Schulbesuch hindern“, ist Prof. Shanta Sinha überzeugt. Die Leiterin der indischen Kinderrechtsorganisation MV Foundation und Professorin am „Department of Political Science“ der Universität Hyderabad hat ihr Leben einem Ziel verschrieben: der  Bekämpfung von Kinderarbeit und gleichzeitiger Sicherung der Grundbildung für Kinder.

Seit 1991 leistet die 57-Jährige in Andhra Pradesh, einem der ärmsten Bundesstaaten Indiens, mit der MV Foundation vorbildliche Arbeit zum Wohle ausgebeuteter Kinder.

Die Deutsche Welthungerhilfe unterstützt im Rahmen ihrer Kampagne „Stopp Kinderarbeit – Schule ist der beste Arbeitsplatz“ die MV Foundation, um auf die Kinderschicksale hinzuweisen. Durch Information der Öffentlichkeit sowie Medien- und Lobbyarbeit setzt sich die Organisation dafür ein, das Thema Kinderarbeit und die Ziele der Kampagne auch in Deutschland bekannt zu machen. Ohne die internationale Unterstützung, u. a. durch die Welthungerhilfe,  wäre der Erfolg von Prof. Shanta Sinha nicht möglich: Bislang konnten mehr als 400.000 Kinder aus der Kinderarbeit befreit und in staatliche Schulen integriert werden.

 

   

Monica Bleibtreu

„Grundsätzlich sehe ich für mich in der Schauspielerei eines der schönsten Verstecke, die es gibt. Je fremder die Figur, um so mehr Mut habe ich, sie zu spielen“, beschreibt Monica Bleibtreu ihre Rollen. Die Tochter eines Theaterdirektors kennt das Bühnenleben von Kindheit an. Auch als TV- und Kinostar hat die gebürtige Wienerin ein großes Publikum gefunden. Sie war die Helene Weigel in „Abschied – Brechts letzter Sommer“, die Katia Mann in „Die Manns – Ein Jahrhundertroman“, die krebskranke Titelfigur in „Marias letzte Reise“ oder die Traude im Kinoerfolg „4 Minuten“.

Von 1993 bis 1998 lehrte Monica Bleibtreu als Professorin für Schauspiel an der Hochschule für Musik und Theater in Hamburg.

Ob auf der Bühne oder vor der Kamera: Die Ausnahme-Mimin verkörpert Charaktere, die unter die Haut gehen. Monica Bleibtreu gelingt es, mit ihrem sensiblen Spiel den Zuschauer einzufangen.

Anfang dieses Jahres stand die 63-Jährige im Hamburger St. Pauli-Theater im Ein-Personen-Stück „Nachtgespräche mit meinem Kühlschrank“ auf der Bühne. Für ihre Darstellung wurde sie von Zuschauern und Kritikern frenetisch gefeiert.

 

 
 
 
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